Müder Welpe, der zusammengerollt auf einer weichen Decke schläft und zeigt, wie lange schlafen Welpen am Tag

Wie lange schlafen Welpen? Alles über den Welpenschlaf

Wer einen Welpen zu sich holt, stellt schnell fest: Die kleine Fellnase schläft fast den ganzen Tag. Viele frischgebackene Welpeneltern fragen sich dann besorgt, ob das normal ist, oder im Gegenteil, warum ihr überdrehter Welpe einfach nicht zur Ruhe kommt. Die gute Nachricht: Beides gehört zum Welpenalltag dazu. In diesem Beitrag werfen wir einen genauen Blick auf das Thema Welpenschlaf, du erfährst, wie lange Welpen schlafen, warum Schlaf für ihre Entwicklung so wichtig ist und wie du deinem Vierbeiner zu gesunder Ruhe verhilfst. Dieser Ratgeber begleitet dich durch die ersten Wochen mit deiner kleinen Fellnase.

Wie viele Stunden am Tag schlafen Welpen?

Welpen schlafen deutlich mehr als erwachsene Hunde, und das aus gutem Grund. Je nach Alter liegt der Schlafbedarf bei beachtlichen 18 bis 22 Stunden pro Tag. Hier ein Überblick, wie viel Schlaf dein Welpe je nach Alter braucht:

  • Neugeborene Welpen schlafen bis zu 22 Stunden täglich, sie verbringen fast den gesamten Tag schlafend und trinkend.

  • Welpen bis etwa 12 Wochen kommen auf rund 20 Stunden Schlaf pro Tag. Ein typischer 8 Wochen alter Welpe schläft also etwa 20 Stunden.

  • Welpen ab 12 Wochen schlafen noch bis zu 18 Stunden täglich, verteilt auf Nachtruhe und viele kleine Nickerchen.

Zum Vergleich: Ein erwachsener Hund kommt im Schnitt mit 12 bis 14 Stunden Schlaf aus, und ältere Hunde brauchen mit 14 bis 18 Stunden wieder mehr Ruhe. Wie viel ein Hund genau schläft, hängt auch von Rasse, Wesen und Alltag ab, als Regel gilt aber: Die hohe Schlafdauer im Welpenalter ist völlig normal und kein Grund zur Sorge.

Warum Welpen so viele Stunden Schlaf brauchen

Der viele Schlaf ist kein Luxus, sondern lebenswichtig für die Entwicklung deines Welpen. Während er schläft, passiert im kleinen Körper enorm viel: Es werden Wachstumshormone ausgeschüttet, die für ein gesundes Wachstum sorgen, und das Immunsystem regeneriert sich. Mindestens genauso wichtig ist die geistige Verarbeitung: Im Schlaf verarbeitet dein Welpe die vielen neuen Eindrücke und Erlebnisse des Tages und stärkt die neuronalen Verknüpfungen in seinem Gehirn.

Gerade weil ein Welpe die Welt jeden Tag neu entdeckt, ist dieses Abspeichern so bedeutsam. Fehlt der Schlaf, kann das Gelernte nicht richtig verarbeitet werden. Schlafmangel führt bei Welpen deshalb schnell zu Überdrehtheit und Lernschwierigkeiten, ein übermüdeter Welpe wird nicht etwa ruhiger, sondern oft noch zappeliger. Dieses Schlafbedürfnis zu respektieren, ist einer der wichtigsten Bausteine in der Erziehung und im täglichen Training.

Welpen schlafen anders: der Schlafrhythmus

Anders als Menschen schlafen Hunde nicht an einem Stück, sondern in vielen kurzen Intervallen über den Tag verteilt. Ein typisches Schlafverhalten bei Welpen besteht aus einem Wechsel von kurzen, aktiven Spielphasen und anschließenden Ruhephasen. Dein Welpe tobt, erkundet, frisst und fällt dann oft mitten in der Bewegung in einen tiefen Schlaf.

Auch die Schlafphasen selbst sind interessant: Hunde haben wie wir zwei Hauptschlafphasen, den Leichtschlaf und den REM-Schlaf. Welpen haben dabei deutlich mehr REM-Schlaf als erwachsene Hunde, die Phase, in der sie Erlebtes verarbeiten und in der sie manchmal zucken oder leise fiepen. Dieser Rhythmus aus Aktivität und Ruhe ist das Wesen des gesunden Hundeschlafs und zeigt, dass dein Welpe fest und tief schläft.

Wenn der Welpe nicht zur Ruhe kommt: typische Probleme

Viele Welpeneltern kennen das: Der Welpe ist völlig überdreht, winselt, beißt in alles und findet trotz sichtlicher Müdigkeit nicht in den Schlaf. Überdrehte Welpen schlafen oft nicht von allein ein, sondern brauchen Hilfe und feste Ruhezeiten. Ähnlich wie ein übermüdetes Kleinkind dreht ein Welpe dann erst recht auf.

In solchen Fällen hilft es, den Welpen aktiv zur Ruhe zu führen, statt auf Selbstberuhigung zu hoffen. Feste Ruhephasen, die du bewusst einplanst, sind der Schlüssel. Auch Unruhe in der Nacht hat oft eine klare Ursache: Welpen schlafen zum Beispiel unruhig, wenn sie noch nicht stubenrein sind und raus müssen, oder wenn der Napf mit Wasser zu nah am Schlafplatz steht. Ein Fiepen in der Nacht ist deshalb meist keine Laune, sondern ein echtes Bedürfnis, dem du mit Geduld begegnen solltest.

Tipps für einen gesunden Welpenschlaf

Mit ein paar einfachen Routinen hilfst du deinem Welpen, zur Ruhe zu kommen und eine gesunde Schlafroutine zu entwickeln:

  • Fester Schlafplatz: Richte deinem Welpen einen festen, ruhigen Schlafplatz mit einem bequemen Bett, einer kuscheligen Decke und einem weichen Kissen ein. Ein eigener Rückzugsort hilft ihm, schneller abzuschalten, und gibt ihm Sicherheit.

  • Ruhige Umgebung: Geräusche und Licht beeinflussen die Schlafqualität. Ein geschützter, reizarmer Platz lässt deinen Welpen tiefer schlafen.

  • Ruhephasen aktiv einplanen: Lege nach jeder Spiel- und Aktivitätsphase eine bewusste Ruhepause ein. Plane tagsüber mehrere Nickerchen von etwa zwei Stunden ein.

  • Gleichmäßige Routine: Feste Abläufe bei Schlafenszeit, Fütterung und Spaziergang geben deinem Welpen Orientierung und erleichtern das Einschlafen.

  • Nicht ständig stören: So niedlich der schlafende Welpe auch ist, lass ihn ungestört schlafen. Besonders Kinder sollten lernen, den Welpen in seinen Ruhephasen in Frieden zu lassen.

Schlaf ist Wachstum

Wenn dein Welpe die meiste Zeit des Tages verschläft, machst du nichts falsch, im Gegenteil. Mit 18 bis 20 Stunden Schlaf täglich tankt er die Kraft, die er für sein Wachstum, sein Immunsystem und das Verarbeiten all der neuen Eindrücke braucht. Auch wenn dein kleiner Junghund später weniger schlafen wird, bleibt eines gleich: Deine wichtigste Aufgabe als Hundeeltern ist es, ihm einen ruhigen Schlafplatz und feste Ruhephasen zu bieten. So legst du den Grundstein für einen ausgeglichenen, gesunden Hund.

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